Live, Love, Lilly

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Es gibt kein schlechtes Wetter

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Kleidung.

Als ich heute morgen aufstand, war es mir sofort klar; Heute mussten Miniröcke und kurze Shorts im Schrank bleiben. Es war zu kalt um meine neusten Outfits für den Sommer zu tragen, zu windig für sanfte Stoffe und leichte Mode. Die neusten Trends für die warme Jahreszeit mussten also noch ein bisschen warten, bis sie endlich die ersten Sonnenstrahlen abbekommen. Stattdessen packte ich einen warmen, grauen Pulli aus und kombinierte ihn mit einer trendigen Röhrenjeans. Ein dunkelgrauer Schal und passende Stiefel, und mein Outfit war komplett.

Schwarze Shorts im Regengrau

Als ich am Bahnsteig stand und auf meinen Zug wartete, sah ich plötzlich die einzige junge Frau in Berlin, die wohl nicht mitbekommen hatte, wie kalt es wirklich war. Sie trug kurze, schwarze Shorts und eine leichte, blau-weiß gestreifte Sommerbluse - der perfekte Look für einen warmen Julitag. Heute morgen jedoch fiel sie in der Menge aus Parkas und Trenchcoats auf wie ein Papagei im Schwalbenkäfig.

Bin ich grün im Gesicht?

Ich mochte ihren Look unheimlich gerne, aber die meisten Leute musterten sie und ihr tolles Outfit als hätte sie eine grüne Hautfarbe. Dabei schien sie sich wohl zu fühlen, mit dem, was sie trug; keine Gänsehaut, keine klappernden Zähne, nicht mal der Hauch eines Frierens war ihr anzusehen. Und Unbehagen, weil sie die argwöhnischen Blicke der anderen Passanten auf sie zog? Fehlanzeige. Respekt für so viel Selbstvertrauen und ihr gutes Händchen für Mode!

Ein Kleid wie Audrey Hepburn

Ein Kleid wie Audrey Hepburn

Ich war schon immer begeistert von alten Filmen. Streifen wie "Breakfast at Tiffany's" oder "Charade" könnte ich mir jederzeit und am laufenden Band ansehen. Die Frauen in diesen Filmen haben eine solche Klasse, so große Cleverness, dass ein jedes Mädchen sich ein Beispiel an ihnen nehmen sollte. Und Audrey Hepburn... Hach. Sie sieht immer so perfekt gestylt aus in ihrem kleinen Schwarzen, dem wunderschönen Kleid, das sie in den Fashion-Himmel hat aufsteigen lassen.

Make a wish

Ich wünschte, ich hätte auch ein solches Kleid. Ein Kleid, das meinen Typ unterstreicht, perfekt sitzt und jedem, der mich in den Raum kommen sieht, den Atem verschlägt. Ein Kleid, das so einzigartig in seiner Schlichtheit ist, dass selbst pompöse Diamantaccessoires nicht zu aufgesetzt dazu aussehen. Ich wünschte, ich hätte auch ein solches Kleid. Und die Cleverness von Audrey Hepburn.

Von Butlern und Freunden

Es wäre doch alles ein wenig einfacher, wenn ich die Menschen und vor allem die Männer in meiner Umgebung so leicht um den Finger wickeln könnte wie sie es in ihren Filmen kann. Ein Augenaufschlag, ein nettes Lächeln - und nie wieder Möbel selbst zusammen bauen, nie wieder Einkaufstüten schleppen, nie wieder Wasserkästen den langen Weg bis zur Wohnung tragen müssen. Aber wenn ich schon nicht Audreys Charme übernehmen kann, sollte ich mir vielleicht wenigstens einen Butler engagieren. Oder mir einen Freund suchen.

Ein bisschen Magie

Ein bisschen Magie

Ich liebe alte Koffer. Wenn ihr Leder schon beginnt, ein wenig abzuwetzen, und ihre zarte und zugleich so robuste Haut vom Alter gezeichnet wird, möchte ich sie am liebsten nie wieder hergeben. Vintage nennt man das wohl heutzutage - ich nenne es Magie.

Zauberhafte Koffer

An alte Koffer ist so viel Magie gebunden, dass man sie fast schon spüren kann, wenn man sanft über ihre Oberfläche streicht. In allen fernen Ländern, an allen Orten, die sie sehen durften, nahmen sie ein wenig Zauberkraft auf. Sie erzählen Geschichten von weitläufigen Wüsten, Orientteppichen und Wunderlampen. Sie berichten von Wolkenkratzern, schicken Hotelzimmern, langen Nächen in tausenden Metern Höhe. Sie erinnern dich an all die schönen Erinnerungen, an all die kostbaren Eindrücke, die du während deiner Reisen gewinnen konntest.

Magische Möbel

Das Problem mit alten Koffern: Ab einem gewissen Alter sind sie nicht mehr vollständig dazu in der Lage, alle Lasten zu tragen, die man ihnen auferlegt. Sie wegwerfen? Niemals! Da bin ich doch eher für Koffer-Recycling. Die beste Art der Wiederverwertung für meine kostbaren Reisebegleiter: Sie stapeln und als Möbelstücke, als kleine Kommoden umfunktionieren. So habe ich all meine kostbaren Erinnerungen, all die schönen Momente jederzeit vor Augen, wenn ich die Koffer betrachtet.

adidas und Gedankensport

adidas und Gedankensport

Es ist noch früh am Morgen, aber die Gedanken der Menschen um mich herum laufen schon jetzt auf Hochtouren. Neben mir sitzt eine junge Frau, die angestrengt in die Leere starrt und immer wieder vor sich hin nickt, als wolle sie sich selbst motivieren und bestärken. Ich höre förmlich, wie die Zahnräder in ihrem Gehirn anfangen zu rattern, während sie so angestrengt nachdenkt... Meine Gedanken hingegen sind an diesem Morgen eher banal, meine Wünsche sehr bescheiden: Ich hoffe nur, dass er nicht merkt, wie ich ihn anstarre.

Sport in seiner schönsten Form

Ich habe es versucht, aber ich kann den Blick einfach nicht von ihm lassen. Er steht mir gegenüber, hat sich lässig an eine der Strangen gelehnt. Er trägt einen grauen Sweater von adidas Originals und hat einen stylischen, sportlichen Look. Alles an seinem Outfit ist aufeinander abgestimmt: die sportliche adidas Hose passt perfekt zu den blau-weißen Sneakers und selbst die Kopfhörer auf seinen Ohren sind farblich angepasst.

Gedankenverloren

Was mich fasziniert sind aber nicht sein sportlicher Look oder die coole adidas Schuhe - sondern seine Augen. Sie sehen traurig aus, voller Sehnsucht. Gerade, als mein Kopf anfängt, sich die wildesten Erklärungen für seine Traurigkeit auszumalen, hält der Zug, und er ist weg. Jetzt werde ich wohl nie erfahren, woher der Trübsinn in seinen eisblauen Augen kam. Und plötzlich wünsche ich mir, ich könnte die Gedanken der Menschen um mich herum wirklich hören...

adidas Originals in der U-Bahn

Das neue Reiseziel - die Vergangenheit


Manchmal wünsche ich mir, ich könnte die Zeit zurück drehen.


Nicht, um irgendeinen Fehler gerade zu biegen - auch wenn das natürlich ein toller Nebeneffekt wäre. Hätte ich eine Zeitmaschine, würde ich sie allerdings nicht dafür nutzen, um etwas rückgängig zu machen. Ich würde alles noch einmal genau so erleben wollen, wie es war. Natürlich gibt es einige Dinge, dich ich bereue, Erlebnisse, die ich lieber aus meinem Gedächtnis verbannen würde - aber all die schönen Momente, die unvergesslichen Ereignisse - die würde ich am liebsten noch einmal durchleben.


Erinnerungen sind wirklich etwas schönes, kostbares, aber sie sind auch tückisch und hinterhältig. Sie übermannen dich, wenn du sie gerade am wenigsten brauchen kannst, bescheren dir Wehmut, Sehnsucht. Was daraus folgt ist so selbstverständlich wie schmerzhaft: Die bittere Erkennntnis, dass es kein Zurück gibt. Noch so viele begabte und hochgradig ausgezeichnete Wissenschaftler und Ingenieure können noch so viele Jahre daran arbeiten; Das Raum-Zeit-Kontinuum werden sie nicht aufbrechen können.


Dabei wäre das doch ! Eine Maschine, die jedem, der es möchte, gestattet, in die Vergangenheit zurück zu reisen. Nicht, um daran aktiv teilzuhaben, einzugreifen und den Lauf der Geschichte zu ändern - sondern um als Zuschauer an ihr teilzunehmen, sie wie einen Kinofilm noch einmal zu erleben. Man könnte "Pause" drücken, wann immer man möchte, Standbilder kreiren, um gewisse Augenblicke buchstäblich einzufrieren, und vorspulen, wann immer eine Stelle kommt, vor der man lieber seine Augen verschließen würde. Die Umsatzzahlen wären sicher grandios, ganz zu schweigen von einer nie dagewesenen Explosion an Popcornbedarf. Die deutschen Bauern kämen mit dem Anbau von Mais nicht mehr hinterher und hätten endlich wieder einen soliden Grundstock für ihre Existenzerhaltung.


Hiermit also ein - völlig uneigennütziger - Aufruf an die Wissenschaftler aus aller Welt: Baut uns eine Zeitmaschine, biiitte!